Eine Mischung aus Biografie und Fanbuch von Linus Lumpitzsch
 
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››Trashig, düster, laut & hässlich‹‹
››Trashig, düster, laut & hässlich‹‹ (››Böse Stories und ein musikalischer Bonustrack‹‹)
Blutige Horror Short Stories von Linus Lumpitzsch in diesem E-Book für 2,99 €. Infos auf der Website: www.hitchten.de

››8‹‹ (Untertitel ››Stories‹‹)

 


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Zimbl und The Bates und meine Gedanken als Liebhaber dieser Band

Keine Band trage ich derart in meinem Herzen wie The Bates. Erklären lässt sich so etwas nicht, aber sie traten nach und nach etwa ab etwa Ende 1992 immer stärker, aktiver und umfangreicher in mein Leben. 1992 war ich durch und durch Fan der Band Nirvana um Kurt Donald Cobain (eine unglaublich empfehlenswerte Dokumentation ist Montage of Heck“), als dann plötzlich erste Fetzen BATES“ in mein Leben traten. Wie sich dies veränderte und jene Band um Gründungsmitglied, Bassist und Sänger Markus Zimbl“ Zimmer immer mehr zur musikalischen Liebe meines Lebens wurde, darüber werde ich hier frei und locker nach und nach schreiben.

„Auf der Bühne haben sie dermaßen viel Erfahrung gesammelt, dass sie noch taubstumm einen beschwingten Abend liefern würden. Ist es das, was Erfolg ausmacht? Ja, das ist es.“ (Musix, 1996)

Viele Erlebnisse, Meinungen & Gedanken rund um The Bates aus Eschwege verarbeitete ich bereits in einer Mischung aus Biografie-Nachschlagewerk über diese Bubblegumpunkpoptrasher, welches zugleich ein Fanbuch“ eines Anhängers jener total sympathischen Combo aus Nordhessen darstellt.

“The Bates … Von trashigem Garagensound und lauwarmer Fertigpizza” (Untertitel: “From a real cool time ’til the bitter end”) von Linus Lumpitzsch über und für die Band The Bates aus Eschwege.
The Bates … Von trashigem Garagensound und lauwarmer Fertigpizza“ (Untertitel: From a real cool time ’til the bitter end“) von Linus Lumpitzsch über und für die Band The Bates aus Eschwege.
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In dem E-Book The Bates … Von trashigem Garagensound und lauwarmer Fertigpizza“ (Untertitel: From a real cool time ’til the bitter end“) (Autor: Linus Lumpitzsch) (460 Seiten, erschienen im Juni 2010) findet man neben hunderten von Zitaten der Bandmitglieder Klube, Zimbl, Pogo, Reb, Armin und Dully zahlreiche biografische Daten. Auch ein sehr umfangreiches Kapitel über Zimbls Aktivitäten ist wie eines über jene der anderen früheren Bandmitglieder nach dem Aus der Bates enthalten. Eine extrem umfangreiche Konzerthistory sowie meine ausführliche Meinung zu Veröffentlichungen der Bates und viele geschilderte Erlebnisse runden diese Biografie ab.

Über das erste Bates-Konzert erzählte Klube: „In der Zeitung stand dann am nächsten Tag: ‚Drogenexzesse einer selbst zerstümmelnden Chaosband, wilder Pogo und Beinbrüche…‘ und all so ‘n Scheiß.“ Frage des Cocktail-Journalisten: „War diese erste Konzertkritik auch zugleich die mieseste?“ Zimbl: „Das war eine gute Kritik… 

Auf der Internetseite zu dem Buch The Bates … Von trashigem Garagensound und lauwarmer Fertigpizza“ (Untertitel: From a real cool time ’til the bitter end“) (www.hitchten.de/batesbuch/) kann man sich ausführlich über dieses E-Book informieren. Der Link zur Artikelseite von  The Bates … Von trashigem Garagensound und lauwarmer Fertigpizza“ (Untertitel: From a real cool time ’til the bitter end“) bei Amazon lautet: http://www.amazon.de/gp/aw/d/B007NZIBI8/ref=mp_s_a_1_1?qid=1434327915&sr=8-1&pi=AC_SX110_SY165_QL70&keywords=the+bates+lumpitzsch

In diesem Text versuche ich, umfangreich, ehrlich sowie auch kritisch und aus meinem Herzen über diese Band, ihre Musik, ihre Art und mein Leben mit den Bates zu schreiben. Das wird nicht unbedingt fortlaufend chronologisch sein, weil ich vor allem aus meinem Herzen das schreiben möchte, was eben in dem Moment, wenn ich wieder einmal am Text weiterschreibe, auftaucht.

 

Zimbl über die Band Chameleons: „Die haben wir 1984 live in Schüttorf gesehen, als wir noch Nuclear Graffiti hießen und eigentlich zu den Simple Minds wollten. Simple Minds hörten wir damals, ehrlich, auch Police und UB 40. Total orientierungslose Typen. Und dann waren wir breit, guckten, und da kamen die Chameleons auf die Bühne – mit ‘Up the Down Escalator’. Damit war alles klar. Das war der Schlüsselsong, das ist unser Heiligtum…“

Kehren wir zurück ins Jahr 1992, also rund 23 Jahre zurück in die Vergangenheit.

Da Nirvana für mich damals das musikalische Maß aller Dinge darstellten und ich einfach sehr auf ihre Musik fixiert war, hatte ich damals irgendwann im Herbst zwar mitbekommen, dass es da jene Band aus dem Hessenland bei Kassel gab, die gerade irgendein wohl ziemlich interessantes Album veröffentlich hatten, aber wirklich stärker trat die Band erst kurz vor Ende des Jahres 1992 in mein Leben, weil ich mich erstmal nicht weiter darum kümmerte, was einige da berichteten, die teilweise auch schon bei einem Konzert 1991 gewesen waren, wie sie erzählten. Das war damals jene Zeit gewesen, in der Nirvana so intensiv und auf einen Schlag in mein Leben getreten waren, nachdem sie Nevermind“ veröffentlicht hatten.

Als die Bates kurz vor dem Jahreswechsel von 1992 zu 1993 dann in mein Leben traten, hatten Nirvana durch ihr Album Nevermind“ gerade seit gut einem Jahr Guns ‘N Roses (welche wiederrum Roxette und Michael Jackson abgelöst hatten) vom Thron gestoßen. Ich war total begeistert von der Musik der Band aus Aberdeen, auf die ich (wie so viele andere) im Herbst 1991 aufmerksam geworden war. Nirvana waren eigentlich musikalisch betrachtet damals mehr oder weniger alles für mich. Keine oberflächlichen Texte, nicht alles so glatt, geschliffen, sauber und rund (nunja, das war auch bei Guns ‘N Roses schon so), wie das bei Roxette, Jacko und Co. der Fall gewesen war.

Zimbl: „Aber wir haben mal in München gestanden vor zwanzig Leuten und so was ist wirklich peinlich. Ich kam mir vor wie so 'ne kleine Nutte, als wenn man sowas nur für die Plattenfirma macht. Aber so was machen wir nicht mehr.“ (1994)

Ein anderes Erlebnis schildert die Band ebenfalls: „Was aber wirklich peinlich war, war unplugged zu spielen in irgendeinem Plattenladen. In Göttingen war's supergut, da waren 400 Leute da, da hat keiner mit gerechnet. Und irgendwann am Ende der Kasse vorbei und es hat nur gepiept und die haben nichts mehr gebacken gekriegt.“

I’m psycho, really P S Y C H O!!!“

Und dann machte es BÄNG! Ende ’92 also traten die Bates mit der Platte Psycho Junior“ schließlich endlich auch in mein Leben und bereicherten es von diesem Augenblick an. Die anderen hatte ich lange genug über diese Musikgruppe plappern hören, nun wollte ich mich als großer Musikliebhaber selber davon überzeugen. Leider habe ich keine Ahnung mehr, wie und wo ich mir Psycho Junior“ krallte, jedenfalls weiß ich noch sehr genau, dass es für mich vom ersten Augenblick an ein riesengroßes Glücksgefühl war, jene Musik zu hören. Das Album Psycho Junior“ (bei Snoop Records veröffentlicht) mit einem Norman-artigen Psycho-Typen auf dem Cover, war also gleich jenes Album der Bates, das ich verdammt schnell liebgewonnen und in mein Herz geschlossen hatte. Unfassbar. In Worten: U N F A S S B A R! Was für ein Album. Da tauchten sie erstmals (für mich zumindest) auf, etliche Lieder, die ich dann sehr kurze Zeit später auch auf der Liveplatte Unfucked“ wiederfand.

Psycho Junior“ riss mich zu sich, in die Düsternis und Dunkelheit, die mit einer Menge psychedelischer, farblicher Kleckse all die Klänge dieses tollen Longplayers umgab und noch immer umgibt. Für mich war das ein unbeschreiblicher Genuss, erstmals überhaupt in die Musik und zugleich zum ersten Mal in ein Studiowerk der Bates einzutauchen. Und all jene Klänge, Riffs und traurigen, aber sofort süchtig und zum mitsingen einladenden Refrains packten mich vom ersten Augenblick an. Ich liebte Psycho Junior“ auf Anhieb und halte jenes mit dem Bukowski-Text Iron Bed“ beginnende Album für DIE Veröffentlichung und DAS Album der Bates. Gefühlt hörte ich Psycho Junior“ Millionen Male. All jene Melancholie, die mich als selbst melancholischer Mensch sofort faszinierte, aber auch jene zuckersüßen erstmals wirklich auftauchenden BaBaBa-Klänge. Sanft gesungene Passagen, dann reinschmetternde, hart und total kompromisslos klingende Gitarren und immer weiter jenes Traurige und Melancholische. Doch schon damals tauchte ein Humor auf, den ich dann auch kurze Zeit später auch auf der Liveplatte wiederentdeckte und liebte, weil all das die Band für mich auf Anhieb sehr sympathisch machte. Diese Typen mussten irgendwie einfach cool sein, so wie ich sie mitbekam.

Psycho Junior” krachte kurz vor der Unfucked“ in mein Leben und ließ mich nicht mehr los. Jetzt bereits hatte mich die Band, Lieder wie Love is dead“, Song for Michael“ oder Good Friends“ und Summer without Rain“ oder auch das unglaublich sympathische Wallflower“ begeisterten mich nicht weniger, als es das rabiate Intro Iron Bed“ tat. All das geschah total schnell und zugleich spürte und fühlte ich etwas, das ich bei Nirvana nur knapp ein Jahr zuvor empfunden hatte: Dass nämlich eine Band ganz massiv und schnell mich nicht nur begeistert, sondern total in mein Herz fährt. Eigentlich fühlte ich und spürte ich nach nur wenigen Hördurchgängen der Psycho Junior“, dass hier eine Band fortan ganz erheblich mein Leben bereichern wird. Eine Band, die mir sehr bald verdammt viel bedeuten sollte…

Dieses Album war für mich ein totales Meisterwerk und Psycho Junior“ versprühte etwas, das mich bis heute so sehr fasziniert, wie es in dieser Intensität kein anderes Werk der Bates später zu schaffen vermochte.

Nun liebte ich diese mir noch so unbekannte Band bald total, hörte weiter vor allem Nirvana und nun eben auch die Alben Psycho Junior“ und ein paar Wochen nach Entdeckung jenes Studioalbums dann auch endlich die sagenhafte, toll klingende Live-CD Unfucked“ von den Bates.

Sie hatten mich, und ich glaube, schon damals spürte ich, dass mich eine Musikgruppe für sich gefangen nahm, so wie das zuvor auf einem irgendwie nicht so nahen Level schon bei Nirvana geschehen war.

 

„Soundtechnisch stellen sich THE BATES mal in eine Garage, mal sitzen sie um ein Lagerfeuer oder pogen wild im Studio.“ (Rockhard, 1994)

Aber jenes Melodische, wie das auch die Musik der Bates hatte, das fand ich zuvor bereits auch in der Musik des doch arg geschliffenen und dennoch dreckigen Albums Nevermind“ von Nirvana. Und nun eben sensationell vermischt mit viel LaLaLa & BaBaBa in tieftraurigen, aber extrem packend inszenierten Liedern der Bates, zunächst auf ihrem Album Psycho Junior“.

Zimbl beim Konzert in Friedrichshafen im Bahnhof “Fischbach” im September 1995.
Zimbl beim Konzert in Friedrichshafen im Bahnhof Fischbach“ im September 1995.

Später wurden Klube und Zimbl einmal in einem Interview auf dieses Livealbum angesprochen. Zimbl: „Du meinst die ‘Unfucked’, ja die ist echt schräg, das war unser Abschluss beim letzten Label damit wir zur Virgin wechseln konnten, die kam ’92 raus.“ – Klube: „Die wäre eigentlich nie veröffentlicht worden, aber wir mussten eine Option erfüllen, um aus dem Vertrag rauszukommen und da haben wir ein paar alte 16 Spur Livemitschnitte rausgekramt und verwendet.“

Dann kam 1993, der Bates-Bazillus hatte mich durch ihr großartiges Album Psycho Junior“ bereits erfasst und ich hatte nun begonnen, diese Band und ihre Musik ausgesprochen faszinierend zu finden. Ich wusste vom Hörensagen, dass die Bates wohl in Isny schon ziemlich beliebt und gemocht waren (in der Tat passten sie durch ihre unkomplizierte und sehr sympathische bodenständige Art gut dort hin und so wunderte mich ihre Beliebtheit dort auch nicht), mir selbst waren sie aber ehrlich gesagt bis im Herbst des Vorjahres 1992 total entgangen gewesen, auch wenn sie damals bereits in Isny gespielt hatten. Tja, jammerschade, aber ich hatte damals leider noch keinen Auftritt von ihnen erlebt. Die ersten Gigs der Bates im Allgäu sollten an mir vorbeigehen, und zwar bis Anfang 1995 (!).

Während Nirvana noch im Vorjahr Sliver“ veröffentlicht hatten, machte irgendwann Anfang ’93 das Live-Album Unfucked (Live)“ (wieder einmal in der Schulklasse) die Runde. Und das besorgte ich mir dann nach Psycho Junior“ als zweite Platte und begann dann auch dieses Album immer häufiger zu hören. Und schwuppdiwupp setzten The Bates ihr Spiel fort, mich mit ihrer coolen Musik, jener seltsamen und besonderen Mischung aus dreckigem Sound, Melodie, traurigen Texten, aber auch viel Positivem, jeder Menge Humor und Optimistischem (zumindest vom Klang der Musik her), viel Gespür für Melodie und Harmonie nach Psycho Junior“ noch mehr mit ihren Klauen zu sich zu ziehen.

Unfucked (Live)“ setzte im Grunde eigentlich nur all das fort, was mich schon an Psycho Junior“ so sehr begeistert hatte. Irgendein Hauch umgab die Musik und die Band, irgendetwas, das mich voll für sich einnahm. Ich liebte und liebe es, dieses Livealbum zu hören, da es eine Lebendigkeit, eine Spielfreude, einen Hörspaß an den Tag legt und mich jedes Mal hundertprozentig in jene Konzerte hinein reißt, bei welchen diese Lieder mitgeschnitten wurden. Ehrlich: Besser kann eine Live-Platte nicht sein, die auch noch vom erstmaligen Hören an einfach einen sagenhaften Klang (zumindest in meinen Ohren) hatte. Von nun an gab es also nicht nur ein Album der Bates, das mich so sehr mitriss, jetzt waren es innerhalb weniger Wochen bereits zwei Veröffentlichungen, die ich irgendwie in mir aufsog und einfach nicht oft genug hören konnte, da sie mir irgendwie beide etwas gaben, das mir bis dahin gefehlt hatte. Irgendwie schien es fast, als hätte jene Band in mein Leben treten müssen.

 

Zimbl 1994 über eines der ersten Bates-Konzerte: „An eine Sache kann ich mich noch gut erinnern, das war unser zweites Konzert überhaupt, im JUZ in Eschwege. Dort waren nämlich Leute mit Stöcken mit Nägeln dran bewaffnet, weil sich dort massiv Faschos angekündigt hatten, dann aber nicht gekommen sind.“

So traurig und enttäuscht ich damals irgendwie war (mehr jedoch um 1995 herum, als mir erst richtig bewusst wurde, welch lange Geschichte die Band damals eigentlich bereits hatte), dass ich die ersten Jahre der Band komplett verschlafen hatte: Das Schöne war, dass die Bates damals, vor rund 23 (!) Jahren, dann eben doch in mein Leben getreten waren und ich ihre Musik doch überraschend schnell sehr intensiv in mir aufnahm, lebte und genoss.

Reb, Zimbl, Pogo und hinten Klube bei einem Konzert in einem Zelt in Friedrichshafen beim Kulturufer im Sommer 1996.
Reb, Zimbl, Pogo und hinten Klube bei einem Konzert in einem Zelt in Friedrichshafen beim Kulturufer im Sommer 1996.

 

Im Jahr 1993 wusste ich tatsächlich von der Existenz der ersten beiden Alben der Bates, deren Titel No Name for the Baby“ und Shake!“ (beide erschienen beim Feierabendlabel Black Fantasy Records) lauteten, überhaupt nicht Bescheid. Vielleicht war das ja auch ganz gut so, da mich ja Psycho Junior“ und Unfucked“ so sehr gefangen nahmen und total begeisterten und faszinierten, wobei es dann ganz einfach zu viel gewesen wäre, hätte ich auch damals schon von zwei weiteren Veröffentlichungen gewusst. So konnte ich mich jedenfalls ausgiebig mit jenen beiden mir bekannten Alben vergnügen, die ich wieder und wieder und immer wieder hörte und die zu einer Art Hintergrund in meinem Leben werden sollten.

Reb: „Wir sind zwar von den Roots her eine Punk-Band, aber in erster Linie sind wir Musiker!“

1993 verinnerlichte ich die Musik und die ganze Art der Bates immer mehr und neben sehr viel anderer Musik, die ich zu jener Zeit entdeckte, waren es weiterhin Nirvana, die mir ihrer Musik in meine Ohren traten, damals, in jenem Jahr, als ich von Zuhause auszog und im Herbst meine Ausbildung begann. Dann kam eine Phase, in der ich im Herbst 1993 als großer Nirvana-Fan vor allem ihr damaliges neues (und leider letztes) Album In Utero“ eine Weile lang gefühlt ohne Unterbrechung anhörte und die Bates ein wenig an den Rand traten, wenn auch nur für eine kurze Zeit. Auch andere Musik hörte ich, und dann auch wieder mehr Lieder der Bates, wenn da auch nur jenes eine Studioalbum war, dass es bisher anscheinend gab, welches ich aber so extrem packend fand.

Nachdem immer mehr Musik in mein Leben trat, ich nicht mehr vor allem nur In Utero“ anhörte und längst fühlte und spürte, wieviel (Leben) mir all diese Lieder all jener vielen Bands geben, begann dann das Jahr 1994. Längst fühlte ich, dass mir die Bates, die ich noch nie persönlich getroffen hatte, von denen ich auch noch niemals ein Konzert besucht hatte, mittlerweile ebenso nahe gingen und ebenso viel bedeuteten, wie das bei Nirvana der Fall war.

Meine Sinne waren geschärft und auch, wenn ich damals natürlich noch kein Internet hatte und die Bates noch nicht wirklich überregional bekannt waren, erfuhr ich dann doch von schon wieder einer neuen Veröffentlichung. Ein unendlich schönes Gefühl war das, als ich eigentlich zufällig im Drogeriemarkt Müller (in den ich fünf Jahre später bei meinem allerschönsten Bates-Erlebnis mit Zimbl ging) tatsächlich das Debutalbum der Bates beim damaligen Majorlabel Virgin entdeckte, nämlich die selbstbetitelte CD mit dem Albumtitel The Bates“.

Irgendwie ging das damals Schlag auf Schlag, denn nicht einmal eineinhalb Jahre zuvor waren die Bates durch Psycho Junior“ und ein paar Wochen darauf durch Unfucked“ erst in mein Leben getreten. Diese Alben hatte ich nun schon unzählige Male gehört, oft liefen die CDs mehrmals hintereinander und ich konnte die Texte der Lieder der Bates schon fast rückwärts im Schlaf mitsingen (was angesichts der nicht gerade umfangreichen Lyrics – seien wir ehrlich – nicht gerade schwierig ist). Ihr vermeintlich allererstes Album Psycho Junior“ kannte und liebte ich ja bereits, doch dass es sich dabei eigentlich bereits um das dritte der Bates handelte, das blieb mir noch bis im Jahr 1995 (!) verborgen… Unfassbar, wenn ich so darüber nachdenke. Auch Unfucked“ sah mittlerweile extrem mitgenommen aus, denn das Album gehörte wie Psycho Junior“ ja bereits über ein Jahr sehr intensiv zu mir und meinem Leben.

Und nun jener schöne Augenblick, in jenem Laden in der Plattenabteilung auf ein neues Album jener Band zu stoßen, die mein Herz längst erobert hatte, und das mit einer absoluten Leichtigkeit.

 

„Wir wollten immer einen Bandnamen mit einem ‘THE’ vorne dran, wie THE WHO, THE CLASH, THE BEATLES, geil.“

Und nun kam er, der Bubblegumtrash. Hatte mich zuvor das klebrig-süß-deprimierende, absolut grandiose Album Psycho Junior“ in seine Klangwelten entführt, in all jene Lieder, die ich wieder und wieder und wieder hörte, ob nun auf Psycho Junior“ oder in den Livefassungen von Unfucked“, so erlebte ich nun ohne damit gerechnet zu haben eine andere Art der Bates, auch wenn all das irgendwie eher Traurige weiter vorhanden war. Doch auf diesem neuen Album präsentierte die Band noch stärker eine Seite, die ich vor allem durch die Livemitschnitte schon herausgehört und herausgerochen hatte, und die mir verflucht gut gefiel und gefällt und die Bates in Kombination mit all dem Dreckigen, Wüsten, Punkigen und auch Melancholischen in jener Mischung erst zu dem machten, was mich so faszinierte und bis heute fasziniert.

Zimbl: „Das mit dem Bubblegum Trash hat 'ne ganz andere Bedeutung. Es ist unsere Art, Punkrock zu spielen.“

Jetzt attackierte mich die Band, nun erfasste mich ziemlich schnell eine große Faszination (die eigentlich schon durch Psycho Junior“ und Unfucked“ entstanden war) und neben dem Album Unfucked (Live)“ – wie Psycho Junior“ von 1992 noch bei einem kleinen Plattenlabel namens Snoop Records erschienen – trat nun auch das zweite Studioalbum der Band (dachte ich damals wie erwähnt) in mein Leben. Weiter liebte ich Nirvana und ihre Musik, aber wow: Ich fand das Album the Bates“, glaube ich, schon beim ersten Hören einfach nur toll und mit dieser mir neuen und doch irgendwie leichteren Art als all die sagenhaften Lieder vom manchmal sehr dunklen Album Psycho Junior sofort packend. Das war irgendwie so etwas Eigenes, etwas sehr Spezielles. Natürlich hatte ich das auch aus der Unfucked und ihrem angeblichen Erstling Psycho Junior herausgehört, aber die Farbkleckse wurden mehr in ihrer Musik und ich spürte, wie verdammt gut es mir tat, das Album The Bates mit all seinem Humor zu hören. Ich schloss die Musik der Band immer noch mehr in mein Herz und wurde süchtiger und süchtiger und süchtiger nach Mehr.

Natürlich liebte ich das Traurige und Melancholische von Psycho Junior, aber dieses Album namens The Bates, das so unerwartet und plötzlich in mein Leben getreten war, wie im Grunde die Band im Jahr 1992 auch, jenes Album nun ließ mich wirklich spüren, dass es mir, wenn ich es hörte, wenn ich überhaupt Musik der Band BATES hörte, wobei ich mich irgendwie Zuhause fühlte, besser ging oder ich mich ablenken konnte und in die Musik gezogen wurde. Das tat und tut verflucht gut.

 

Vor vielen, vielen Jahren erstellte ich die Fotoshow, die Zimbl, der traurigerweise 2006 gestorben ist und früher Sänger & Bassist der Band The Bates gewesen ist, mit Fans und/oder Freunden zeigt. All diese vielen Bilder zeigen einfach, was für ein offener, herzlicher, netter, seltsamer Typ Zimbl gewesen ist.
 

Zimbl: „Vor zwei Jahren hat ein Bier noch für’s ganze Publikum gereicht!“

Nun war jene kleine Band endgültig und nachhaltig in mein Leben getreten und hatte längst damit begonnen, mich restlos zu faszinieren. Ich erinnere mich gerade, dass ich sogar, wenn ich meine Oma besuchte, dort die Psycho Junior oder die Unfucked hörte und somit auch meine Oma (die übrigens Jahre später meinte, dass ihr die Musik ganz gut gefalle) schon jene Musik zu hören bekam.

All jenes mich süchtig machende, all jene Faszination, obwohl ich damals zu jener Zeit noch kein Bandmitglied getroffen und auch kein Konzert besucht hatte und die ersten beiden Studioalben bisher gar nicht kannte. Natürlich hatte ich damals auch noch kein Internet, praktisch keinerlei Infos, aber dafür gab es da eben Gefühle, die ich empfand, wenn ich die Musik der Bates anhörte. Und diese Musik war eindeutig etwas ganz Besonderes für mich und ich begann, diese Klänge, jene Melodien, aber auch Zimbls Texte, all das zu lieben.

Linus, Zimbl und Eva im Backstagebereich in Abendsberg im Herbst 1995. Langsam begann ich, mich häufiger mit Zimbl zu unterhalten. Die Nacht, die wir später irgendwie auf der Straße (bzw. in einem Bankvorraum) verbrachten, hielt nach einem packenden und heißen Konzert heftige Kälte für uns bereit.
Linus, Zimbl und Eva im Backstagebereich in Abendsberg im Herbst 1995. Langsam begann ich, mich häufiger mit Zimbl zu unterhalten. Die Nacht, die wir später irgendwie auf der Straße (bzw. in einem Bankvorraum) verbrachten, hielt nach einem packenden und heißen Konzert heftige Kälte für uns bereit.

Ich hörte nun neben inzwischen auch anderer Musik nicht nur Nirvana rauf und wieder runter, sondern schönerweise nun auch die einzigen drei Platten, die ich von den Bates bis dahin kannte: Unfucked, Psycho Junior & eben das selbstbetitelte Major-Debütalbum The Bates.

Jener Mix aus Melodie, coolen Gitarren, sich ständig wiederholenden Strophen und Refrains, die Mischung aus sich im Gehör festfressender Klangharmonie, viel Melodie und doch auch jenem deutlich Wilden und viel Melancholie und das dann noch durchsetzt mit einigem Humor: Das packte und faszinierte mich total.

Beiblatt zur LP “No Name for the Baby” (1989)
Beiblatt zur LP No Name for the Baby“ (1989)

Keine Frage, die Bates hatten mich längst zu sich gerissen, als das Jahr 1994 einige Wochen alt war. Wie oft hörte ich ihre Musik?! So verdammt-verflucht häufig, auch wenn Nirvana mit ihrem 100% genialen und totalen Nirvanaalbum In Utero“ im Herbst zuvor und auch noch Anfang 1994 dafür sorgten, dass ich jenes Meisterwerk eine Weile wohl mehr und öfters hörte, als die Musik der Bates, die ich aber auch schon total liebte und in- und auswendig kannte. ;)

Zimbl: „Wir haben keine intellektuellen Texte. Es geht um Sex, Drugs, Rock ‘n’ Roll: möglichst einfach. Je einfacher der Text, desto besser.“

?, Linus im karierten Hemd, Pogo, Reb, ?, ? & ?. Nach einem Konzert in Friedrichshafen 1995. Faszinierend für mich war von Beginn an, dass man einfach prima mit den Bates abhängen und Party feiern konnte. Die Band war weitaus näher an ihren Fans, als das bei vielen heutigen Gruppen der Fall ist. Dieses Foto von Herbst 1995 zeigt aber auch, wie viel Bock Reb (verschränkte Arme) gerade auf den Fotozirkus hat.
?, Linus im karierten Hemd, Pogo, Reb, ?, ? & ?. Nach einem Konzert in Friedrichshafen 1995. Faszinierend für mich war von Beginn an, dass man einfach prima mit den Bates abhängen und Party feiern konnte. Die Band war weitaus näher an ihren Fans, als das bei vielen heutigen Gruppen der Fall ist. Dieses Foto von Herbst 1995 zeigt aber auch, wie viel Bock Reb (verschränkte Arme) gerade auf den Fotozirkus hat.

Beiblatt zur LP “No Name for the Baby” von 1989, Foto-Collage.
Beiblatt zur LP No Name for the Baby“ von 1989, Foto-Collage.

Der Link zur Artikelseite von The Bates … Von trashigem Garagensound und lauwarmer Fertigpizza“ (Untertitel: From a real cool time ’til the bitter end“) bei Amazon lautet: http://www.amazon.de/gp/aw/d/B007NZIBI8/ref=mp_s_a_1_1?qid=1434327915&sr=8-1&pi=AC_SX110_SY165_QL70&keywords=the+bates+lumpitzsch

Die Musik alleine war es nicht, die mich so sehr gefangen nahm und das bis ins Jahr 2015 noch immer tut. Dass ihr Sound nicht hochanspruchsvoll gewesen ist, stimmt sicherlich. Aber genauso stimmt es, dass die Bates ein unglaubliches Gespür für eine ausgesprochen gelungene und packende Mischung aus allem hatten. Was sie spielerisch vielleicht zunächst nicht so drauf hatten, machten die Bandmitglieder durch unglaubliche Hingabe und hundertprozentigen Spaß daran, zusammen Musik zu machen, wieder wett. Vielleicht war es damals auch so, dass ich nach dem oft sehr deprimierenden Sound von Nirvana etwas Neues brauchte. Und das kam dann durch die Bates, deren Texte zwar auch zu großen Teilen traurig waren, wobei hier aber die Musik in irgendwie mitreißenden Sound gepackt wurde. Dieses Mixture war es, und abgesehen von den Lyrics diese gewisse Leichtigkeit“, durch die ich damals nach und nach infiziert wurde und sehr bald total ausgiebig jene drei Alben hörte, die ich bis dato kannte. Die Unfucked“-Live-CD sah wie erwähnt bald ganz schön mitgenommen aus, war damals aber noch eine Original-Auflage von Snoop Records. Alleine dieses Album hielt fest, mit wieviel Hingabe und wie sehr durch und durch die Band mit ihrer Musik eins wurde. Vergleicht man die absolut heraushörbare Spielfreude dieser Liveplatte mit Konzerten der letzten Jahre der Existenz von den Bates, ist – wie ich finde – schon ein Unterschied herauszuhören, was aber nicht heißt, dass ich sie in ihren letzten Jahren weniger begeistert gehört habe.

Zu den sogenannten Poppentaschen:
Pogo: Also. In diesen Handtaschen ist alles drin, was man zum poppen braucht.“ – Zimbl: Poppen heißt … äh … Spaß haben … und bügeln.“

 

Da war also nun das Studioalbum The Bates“, das durch das Introlied Bates Motel“ richtig schön zum Bandnamen passend mit einem Ausschnitt aus dem synchronisierten dritten Teil von Psycho“ begann. (Norman: Mein Gott Mutter, lass mich in Ruhe. Lass mich endlich in Ruhe!“, Mutter“: So ein schlimmer Junge. Statt seiner Mutter dankbar zu sein, beschimpft er sie. Du musst die Finger von ihr lassen! Hör auf mich, Norman! Norman, wir müssen sie vernichten…“)


The Bates aus Eschwege. Dies war immer die absolute Band meines Herzens, was sehr viele Gründe hat. Ich habe alte Fotos entdeckt, die ich mal von Negativen habe digitalisieren lassen. Und auch wenn es die Band seit bald 15 Jahren nicht mehr gibt, ist es mir wichtig, diese Bilder, auch wenn sie nicht gerade der Hammer sind, in einer Fotoshow zu zeigen. Beim Anschauen dieser Fotoshow wünsche ich viel Spaß und vielleicht schöne Erinnerungen. Die Bilder sind nicht spektakulär, aber sie waren mir lang verloren gegangen und ich möchte sie gerne präsentieren, da mir die Bates noch immer sehr stark am Herzen liegen und wichtig sind.
Vergesst die Bates nicht, sie waren auf ihre eigene sympathische Art eine ganz grandiose und tolle Band, die sehr ehrlich und aus dem Herzen sehr emotional ihre Musik gemacht hat. Schöne Grüße…

Auch das liebte ich so an dieser Band, die sich bekanntlich nach Norman Bates aus Alfred Hitchcock’s Psycho“ benannt hatte. Ihren sagenhaften, riesengroßen Humor, der aber interessant mit einigem an Düsternis und jeder Menge Punk gemischt war. Ich hörte The Bates“, aber weiterhin auch die Unfucked“ und Psycho Junior“ in Endlosschleife und war tatsächlich vom ersten Hören an in den Bann der Platte gezogen worden. Sie hatte jenen Mix aus deprimierend, Punkrock, sich ins Ohr fressenden Refrains, irgendwie fröhlichen und mitreißenden Klängen (die mir bei Psycho Junior“ doch ein bisschen fehl(t)en, weshalb ich irgendwie The Bates“ ein wenig lieber hör(t)e, obwohl Psycho Junior“ für mich das bessere und hundertprozentige Bates-Album ist) und jeder Menge weiteren Dingen. Vor allem machte es einfach verflucht viel Spaß, The Bates“ zu hören (eben etwas mehr, als das manchmal schwere“ Album Psycho Junior“). Eine Platte, welche nicht nur den von der Band so genannten Bubblegumtrash perfekt präsentierte, sondern auch noch irrsinnig vielseitig war (weit vielseitiger als vor allem die mir noch unbekannten ersten beiden Alben) und vom Punkrockkracher wie dem gecoverten Hello (Turn your Radio on)“ oder dem bombastischen Paint my Horse green“ bis hin zum Traditional Heo, spann den Wagen an“ und dem wunderschön-traurigen No Place to go“ einfach alles enthielt.

Über No Place to go“:
Zimbl: Da hab ich mich mit Klube gestritten. Klube ist mein bester Freund, unser Schlagzeuger. Wir meinen das irgendwie nicht soo ernst, weißt Du, unsere Texte sind halt Trash. Naja, und das Lied … man kennt das Gefühl ja: Ganz allein am Tresen hängen, alleine trinken und keiner mag einen.“

 

Mittlerweile hatten alle aus meinem Freundeskreis deutlich mitbekommen, dass da eine neue Musikband in mein Leben getreten war. Musik bedeutete mir schon damals einfach irrsinnig viel, was sich glücklicherweise bis heute nicht geändert hat. Und so war ich einfach unendlich glücklich, zu spüren, wie jene Band nach und nach, aber eigentlich ziemlich schnell, nicht nur durch ihre Musik mein Leben bereicherte, sondern mir auch durch ihre ganze Art ins Herz fuhr. Ich kannte sie noch nicht, hatte mit keinem von ihnen gesprochen, kein einziges Konzert erlebt, wusste noch immer nichts von ihren ersten beiden Veröffentlichungen. Aber die Art spiegelte sich durch ihre Musik und den Humor, den man auch aus ihren Liedern heraushören konnte (vor allem aus der Platte The Bates“ und ihrer Live-CD) und kann. Und das begeisterte mich, sodass ich damals vor allem Musik von Nirvana, die ich weiterhin total gerne hörte, und von den Bates genoss. Eine Mischung, die mir immer gut gefallen hat und mir bis heute viel Spaß macht, weil einerseits Nirvana, andererseits The Bates jene Bands sind, die mich mehr erreichten, als es andere Musikgruppen taten.

Irgendwie waren es nun ganz eindeutig diese beiden Bands, die mir mit ihrer ganzen Musik, mit ihren Liedern und mit ihrer Art so sehr ins Herz fuhren und mir mehr bedeuteten, als das irgendeine andere Musikgruppe tat. Nirvana und die Bates, sie waren stark in mein Leben getreten und ganz eindeutig meine beiden Lieblingsgruppen.

Reb: Ebenso wie im ersten Kapitel der Arbeit sollten die Bates nicht wie ein Haufen musikmachender Arbeitsmaschinen dargestellt werden, die hunderte von Auftritten spielten, um möglichst viele Schallplatten zu verkaufen. Genau wie die Sex Pistols und The Clash waren wir ganz einfache Leute, die mit etwas Glück einen Traum verwirklichen konnten: Einmal im Leben ein Rockstar sein!“

Immer wieder zog es mich dann zu meiner ersten richtigen musikalischen Liebe, zu Nirvana, von denen ich irgendeine inoffizielle Acoustic“-Platte immer und immer wieder anhörte, die ich leider nicht mehr habe, auf der aber wahrscheinlich einige Lieder des Unplugged“-Auftritts von Nirvana in New York vertreten waren. Nirvana sollten auf ihrer In Utero“-Tour auch nach Deutschland kommen und ich war total davon überzeugt, endlich ein Livekonzert dieser Band erleben zu wollen, ja zu müssen. Und so bestellte ich mir ein Konzertticket für einen Auftritt, der ursprünglich irgendwann Ende März 1994 in Böblingen hätte stattfinden sollen. Ich kann nicht beschreiben, wie sehr ich mich auf dieses Konzert freute, und daher hörte ich damals, nachdem ich das Album The Bates“ einige Wochen ausgiebig genossen hatte, erstmal wieder sehr viel Musik von Nirvana.

Folgendes schrieb ich (relativ angetrunken) im Sommer 2014 bei Last.fm: Während ich „Say it isn't so“ höre (und leicht betrunken mitsinge), da hab' ich eine Gänsehaut und ich kann nicht beschreiben, wie sehr ich diese Band, diese für mich so sehr besondere Band, liebe. Die Bates sind sehr stark in meinem Herzen und ich werde niemals vergessen, was für wunderschöne und komische, witzige, einfach besondere Momente ich mit dieser einzigartigen Musikgruppe, mit diesen Menschen, verbinde. Die Bates bedeuten mir mehr, als mir irgendeine andere Band jemals bedeutet hat und jemals bedeuten wird. Deshalb schrieb ich auch damals ein Fanbuch, „The Bates ... Von trashigem Garagensound und lauwarmer Fertigpizza: From a real cool time 'til the bitter end“. Immer wieder sind es die Bates, ist es Zimbl mit seiner besonderen Stimme, die ich öfters in meinem Leben gehört habe, als irgendeine andere. Ich habe dieser Musikgruppe so unfassbar viel zu verdanken, und es ist schön, so viele wundervolle Momente mit dieser Band zu verbinden. Von ganzem Herzen dankeschön. Linus“

Tja, und dann geschah etwas, das mich erstmal weit weg von der Musik brachte… Das Konzert von Nirvana wurde verschoben (dass Cobain in Rom im Koma gelegen hatte und dies eigentlich wohl ein Selbstmordversuch gewesen war, bekam ich damals gar nicht mit) und sollte nun Mitte April stattfinden…

Was dann geschah, riss mich in eine große Fassungslosigkeit, wochenlang hörte ich selbst kaum noch Musik. Ich versuchte, den Tod von Kurt Cobain zu verarbeiten, was unter anderem auch dadurch geschah, dass ein damals toller Freund namens Carlos mit seinem Bruder Rui und mir spontan im Gedenken an Nirvana irgendwann Ende April 1994 viele Lieder von Nirvana akkustisch nachspielten, wobei ich mich am Gesang versuchte…

Das Ende von Nirvana war verglichen mit dem Tod von Kurt Cobain zwar traurig, aber von mir aus hätte diese unfassbar tolle Band nie wieder Musik aufnehmen oder live spielen sollen, solange Kurt sich anders entschieden hätte und noch am Leben wäre.

In meinem Leben bedeutete dieser traurige und schreckliche Tod, dass Nirvana sehr weit aus meinem Leben traten (sicherlich aus einer Art Schutzmeachanismus heraus), andererseits die Bates, die ohnehin bereits sehr intensiv in meinem Leben waren, noch stärker in mein Leben traten. In jenen Tagen, als ich durch eine Tante erfuhr, dass der Sänger meiner Lieblingsband sich erschossen hatte, fand ein Konzert der Bates im Go-In“ in Isny statt, für welches für mich im Vorfeld klar gewesen war, dass dieses mein erstes besuchtes Bateskonzert werden würde. Doch inmitten der empfundenen Trauer rund um Kurt Cobain war ich wie in Trance und kam überhaupt gar nicht auf die Idee (vielleicht vergaß ich das damals sogar ganz einfach), von Leutkirch die paar Kilometer nach Isny zu fahren und endlich erstmals die Bates zu erleben. Vielleicht wäre es für mich etwas sehr Wertvolles und Gutes gewesen, das mir in meiner empfundenen Traurigkeit geholfen hätte, den Tod von Kurt Cobain und das Ende von Nirvana besser zu verarbeiten, aber es kam nicht dazu und es sollte bis im Jahr 1995 dauern, bis ich die Bates endlich nach 2 1/2 Jahren, welche sie durch ihre Musik in meinem Leben vertreten waren und dieses ganz stark bereicherten, auch live erleben sollte.

Was jedoch geschah, war Folgendes: Nachdem ich einige Zeit fast gar keine Musik mehr hörte, traten nun Nirvana sehr stark aus meinem Leben heraus und die Bates im Gegenzug noch sehr viel stärker in mein Leben hinein…

„Dann gibt's da noch diese Geschichte, wo wir in Berlin, nachdem wir den ganzen Tag Interviews gegeben haben, um acht Uhr abends Essen gegangen sind mit unseren Betreuerinnen irgendwie. Um zehn sind wir dann in so 'ner Radiostation abgeliefert worden. Die Frau hat 2 Stunden Programm gespielt, zehn BATES-Lieder und uns zwischendurch was gefragt und dann wieder andern Scheiß aufgelegt. Eigentlich 'ne ganz normale Sendung, also nicht irgendwie Indie, sondern auch mit Verkehrsdurchsagen und allem drum und dran. Naja und irgendwann waren wir so blau, dass wir da LKW-Fahrer beleidigt haben und was weiß ich nicht alles.“

In diesem Beitrag werde ich weiter über diese Band namens The Bates, die einst aus Nuclear Graffity hervorgegangen waren, über meine Liebe zu ihrer Musik, über Erlebnisse und auch über Gedanken schreiben, über all jenes, das mich die Band Bates und ihre Musik so stark hat im Herzen tragen lassen. Ich schreibe Erinnerungen an Momente mit diesen sympathischen Typen auf, diese Bandmitglieder, die irgendwie auch alle hätten Fans sein können, und auch über schöne Erlebnisse mit anderen  Fans und wie toll dieses Gefühl war, andere Menschen kennenzulernen, die The Bates so sehr oder noch mehr liebten und mochten, wie ich das tat und noch immer tue.

 

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Mir ist es wirklich sehr wichtig , noch viel intensiver meine inneren Gefühle rund um diese Band, nicht nur rund ums Hören ihrer Musik, zu schildern. Die Bates waren für mich nicht einfach eine Musikband, sie waren ein totales Lebensgefühl für mich, traten immer noch stärker in mein Leben und wurden ein (sicherlich irgendwann zu) großer Teil meines Lebens. Ich liebte und liebe diese Band, und das sehr stark nicht nur wegen witziger, wichtiger und schöner Begegnungen, die ich ab 1995 dann mit Mitgliedern der Bates machte, sondern vor allem auch sehr stark wegen all der Kontakte zu anderen Fans der Bates. Über all das werde ich hier schreiben und natürlich auch Fotos einfügen, ich berichte darüber, wie ich jene Website über die Bates startete, die irgendwann der reinste Chaos-Dschungel wurde, aber auch voller Leidenschaft von mir für fast 8 Jahre betrieben wurde… Und ich schreibe darüber, wie mir alles rund um die Bates ab 2007, also recht kurz nach Zimbls Tod, viel zu nahe ging und einfach zu viel wurde. Ich schreibe darüber, wie ich die Bates eine Weile lang stark aus meinem Leben zu verbannen versuchte, um wieder mehr andere Inhalte in mein Leben zu lassen und irgendwie die Traurigkeit wegen Zimbls Tod abzulegen, ehe ich dann aber schon im Jahr 2007 damit begann, nebenbei bis Frühling 2010 an einem Buch über die Bates zu schreiben.

Über die Bates-Biografie als E-Book kann man sich gerne auf www.lalalabababa.de informieren. Wer außerdem gerne liest, der kann sich sehr gerne mal auf der Website www.hitchten.de einen Überblick darüber verschaffen, was ich an E-Book-Thrillern geschrieben und veröffentlicht habe. Ich freue mich sehr über jede Leserin und jeden Leser.


 

THE BATES ... Von trashigem Garagensound und lauwarmer Fertigpizza: From a real cool time 'til the bitter end
››The Bates ... Von trashigem Garagensound und lauwarmer Fertigpizza:
From a real cool time
‘til the bitter end‹

Biografisches über die Musikband aus Eschwege & persönliche Ansichten und Erinnerungen sowie Meinungen zu Veröffentlichungen
von Linus Lumpitzsch
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Herstellung und Verlag:
Books on Demand GmbH, Norderstedt.
Paperback (Taschenbuch)
460 Seiten
ISBN/EAN: 978-3-8391-7164-6
23,29 € (Print)/17,99 € (eBook)
Aktualisierte, verbesserte und überarbeitete 2. Auflage
Lieferbar auf Bestellung
seit 8. Juni 2010

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Dieses Taschenbuch/eBook ist eine Mischung aus Biografie und Fanbuch. Hierbei handelt es sich um ein unautorisiertes, inoffizielles Werk über die Musikband The Bates aus Eschwege.

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››Liebst Du?‹‹ (Eine mysteriöse und seltsame Horror-Short Story) ››Liebst Du?‹‹ (Eine mysteriöse und seltsame Horror-Short Story) (Infos)

››ANGST‹‹››Angst‹‹ Ein blutiger, humorvoller E-Book-Thriller von Julius Cyphandrius (Pseudonym von Linus Lumpitzsch). Letztmalig aktualisiert am 7.7.15.
Website von ››Angst‹‹ › www.hitchten.de/angst/

 

 

 

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